Sonntag, 25. November 2007

Detroit, Toronto und Niagara-Fälle

heyho,

bin grad vor einer Stunde von unserem roadtrip nach Canada zurückgekommen. Da am Donnerstag hier in den USA Thanksgiving war und wir deshalb Do und Fr keine Uni hatten, haben wir uns spontan dazu entschieden über ein verlängertes WE nach Canada zu fahren, um genau zu sein standen Detroit (Michigan), Toronto und die kanadische Seite der Niagara Wasserfälle auf unserem Plan. Ums gleich mal vorweg zu nehmen, die Hinreise war sehr kurios, es is so ziemlich alles schief gelaufen, was nur schief laufen konnte, aber im Nachhinein find ichs einfach nur lustig...

Wir waren ne Gruppe von 8 Leuten und wollten eigtl Mittwoch Vormittag um 11 aufbrechen. Ich hatte noch bis kurz vor 11 Uni, wollte dann schnell heim und ab ins Auto um loszudüsen. Kaum komm ich zuhause an, erfahr ich, dass Amarin (aus Australien) an diesem Vormittag seinen Wecker nicht gehört hat und somit seine Klausur verschlafen hat und der Prof ihm sozusagen nen Nachholtermin um 13 Uhr angeboten hat. Ganz toll, der ganze Zeitplan schonmal im Eimer und um 3 einhalb Stunden nach hinten verschoben, was mich schonmal angekotzt hat. Sind, weil wir erst so spät losgekommen sind bei Chicago in einen fetten Stau geraten, was uns nachmal gescheit zurückgeworfen hat. Aber es kommt noch besser, irgendwo in Michigan mitten in der Pampa gegen Mitternacht, mittlerweile hat es auch noch zum Schneien angefangen, sind wir auf einen Parkplatz rausgefahren und voll in ein fettes Schlagloch reingefahren. Man hat es echt nicht sehen können, weil es voll gefüllt war mit Wasser, aber unser Pontiac, der nicht gerade einen tiefen Radstand hatte, hat mit nem ordentlichen Knall aufgesetzt. Naja, weiter zur Tanke gerollt, waren schon kurz vorm Weiterfahren, dann schau ich auf den Vorderreifen und scheiße...nen Platten geholt. FUUUUCCKKK!! Ich dacht mir echt des kann etz nicht wahr sein. Mitten in der Nacht, es war arschkalt draußen, hat geschneit wie Sau und wir mußten den Reifen wechseln. Hatten natürlich nur ein Notrad dabei, mit dem wir den restlichen Weg nach Detroit bei diesem Wetter nicht bewältigen wollten. Sind dann in diesem Mini-Ort am Arsch der Welt in ein Motel gefahren und haben dort die Nacht von Mi auf Do verbracht. Geplant war um 8 Uhr abends in Detroit anzukommen und gescheit Party zu machen. Naja, waren ja nur 150km und 6 Stunden hinter unserem Zeitplan. An der Rezeption saß dann ein Mann mit nur einem Auge und ich dacht mir, omg was kommt denn jetzt noch...war aber ganz cool der Kerl. Ham dann schließlich den Reifen nochmal gewechselt (Notrad auf die Hinterachse) um morgen früh dann gleich durchstarten zu können. War natürlich perfektes timing, da alle Alamo-Stationen in der Nähe an Thanksgiving, also am Do zu hatten. Deshalb sind wir am morgen nach Detroit zum Flughafen gefahren und haben dort dann ein Ersatzfahrzeug bekommen. Das war aber immerhin der beste Part der Geschichte, haben unseren Pontiac nämlich gegen nen coolen Amischlitten, nen Dodge Charger getauscht, der eigtl gar nicht in unserer Preiskategorie lag, aber die Dame an der Rezeption hat uns gnädigerweise gratis upgegradet. YEEAAAH! Die Reifenpanne, hat sich also im Endeffekt doch gelohnt ;) Davor hieß es immer, ja ne du kannst ruhig noch a weng fahren, wennst willst...danach hieß es nur noch, ehm du bist schon so lang gefahren, etz bin ich dran lol.

Detroit

Haben dann Detroit mehr oder weniger von der Reiseroute gestrichen, nur kurz im hard rock cafe zu Mittag gegessen und dann weiter nach Toronto. An der Grenze zu Canada gabs dann auch noch nen kleinen Zwischenfall, Kumpel hat seinen Reisepass noch im Kofferraum gehabt und die Grenze zu Canada lag genau nach nem Tunnel. Wollten dann vor den Grenzhäuschen noch kurz anhalten, ich hab den Kofferraum von innen entriegelt und er is rausgesprungen um seinen Pass zu holen. Da kommt ein Polizist angestürmt und fängt an zu Brüllen, von wegen er soll sich nicht bewegen und sofort wieder ins Auto zurück gehen und was ihm überhaupt einfällt den Wagen zu verlassen und den Kofferraum zu öffnen, da könnten Bomben drin sein etc., voll ausgetickt der Kerl, war ein kanadischer Bulle. Hat gemeint in Detroit (auf der anderen Seite vom Tunnel) da hätten sie ihn jetzt mit Pistolen umzingelt und festgenommen. Naja, durften dann doch noch die Grenze passieren, aber war schon etwas schockierend. Hätt nicht gedacht, dass die an der Grenze zu Canada so abgehen. Ich mein bei Mexiko oder so kann ichs ja verstehen.

Egal, sind dann irgendwann am Abend in Toronto angekommen und haben in unsere Jugendherberge eingecheckt. Danach sind wir noch bissl fuadgegangen, aber net so extrem, weil wir alle ziemlich müde waren und am nächsten Tag ein Ausflug zu den Niagara Fällen auf dem Programm stand. Sind dann am morgen zu den Niagara Fällen gefahren und haben sie uns angeschaut. War zwar ganz nett aber irgendwie hab ich die mir größer vorgestellt. Außerdem ist das ganze dermaßen touristisch, alles sauteuer und ein Haufen Kitsch daneben hingeklatscht. Naja, habs mir eben etwas anders vorgestellt, aber muss man ja mal gesehen haben!

Niagara Falls

Am Abend gings dann wieder zurück nach Toronto, wo wir dann auch gescheit fuadgegangen sind. Am nächsten morgen, haben wir uns dann die Stadt angeschaut und den CN Tower, mit 553 Metern das höchste freistehende Bauwerk der Welt (naja, nicht ganz, am 12.09.2007 wurde er von irgendeinem Dubai Gebäude überholt) erklommen. Sind dann am Abend noch Essen gegangen und am nächsten morgen wieder zurück nach Madison gejettet. Und jetzt bin ich hier und berichte euch...bin ja fast stolz auf mich, so unmittelbar nach dem trip hier zu posten.

Toronto

Bis demnächst mal!

Sonntag, 18. November 2007

Pre-Thanksgiving dinner

Oh Mann, ich habs geschafft bin endlich up-to-date, das war nämlich gestern! wurden von paar amis zu nem thanksgiving dinner eingeladen, gab turkey, sweet potatoes, gravy, stuffing und was halt alles so dazugehört. war echt cool, hab so viel gegessen, konnt mich kaum bewegen! wir haben diesen donnerstag und freitag übrigens keine uni, wegen thanksgiving und wir werden in ner gruppe von 8 Leuten nen Abstecher nach Canada machen, um genau zu sein nach Toronto, werden uns die Niagara-Wasserfälle anschauen und nen Zwischenstopp in Detoit einlegen. Freu mich schon total drauf...

Hier die pics vom dinner:

Pre-Thanksgiving dinner

Badgers vs Michigan

mal wieder football. diesmal hab ich mir das Spiel nicht angeschaut, aber bei der party war ich natürlich am Start, eh klar! Ham mal wieder um 8 morgens angefangen, weil es ein 11 Uhr Spiel war. Und hier die pics dazu:

Badgers vs. Michigan

Halloween

Einfach unglaublich oder wie die Amis sagen würden, awesome! Madison is ziemlich berühmt für Halloween, es kommen viele Studenten von den Nachbar-Staaten nach Madison um hier Halloween zu feiern. Die Party steigt auf der Kneipenstraße, die den Uni-Campus mit dem Kapitol verbindet. Die Straße ist abgesperrt und man muß Eintritt zahlen, dass man rein darf, aber es lohnt sich. Da laufen so viel Leute rum, alle verkleidet und gut drauf! Früher, also vor 2 Jahren wars angeblich noch viel extremer, da war die Straße nicht abgesperrt und man musste auch kein Eintritt zahlen, gab aber ein paar Randale und jetzt is auch Sicherheitsgründen aben eingezäunt! Hier ein paar Fotos:

Halloween

Badgers vs Northern Illinois

Und mal wieder football. Das war das zweite football Spiel, das ich mir hier angeschaut hab. War wieder super, coole Stimmung, Spiel war um 11 Uhr morgens, sind um 8 aufgestanden und hab mit meinen 2 roommates erst innerhalb von 15 Minuten ne Flasche Martini vernichtet, dann gings weiter zu ner Pre-Party, dann football Spiel und am Abend war ich auf ner house party, davon hab ich aber leider keine Bilder, naja bin jedenfalls in der Nacht um 4 heimgekommen, irgendwie, also 20 Stunden party und Spaß pur! Schaut euch einfach die Bilder an, ich hoff es kommt einigermaßen rüber. hab auch ein paar videos hinzugefügt, eins von jump around, einfach cool wenn des ganze Stadion springt, und noch ein paar marching band videos:

Badgers vs Northern Illinois

Hier sind die Videos:


Jump Around



Varsity



5th Quarter

Achja, der Name Badgers bezieht sich übrigens auf unser team, unser Maskottchen ist ein Dachs, ein badger eben!

Chicago

ok, weiter gehts, hab mir fest vorgenommen, heute aufzuschliessen, war ja eigtl nie up-to-date. Hoff es gelingt mir, noch bin ich motiviert ;)
Ab gehts nach Chicago, oh Mann hab grad aufs Datum geschaut und des war des letzte September WE, die Zeit verfliegt und ich muss bald wieder zurück! Also, an diesem WE bin ich mit ein paar Leuten nach Chicago gereist, is ungefähr 4 Stunden mim Bus und gleichzeitig die einzige Großstadt die somit einigermassen komfortabel mit dem Bus erreichbar is, neben Milwaukee, des is die größte Stadt in Wisconsin, bin aber noch nicht dazugekommen dahin zu fahren. Zurück zu Chicago. Chicago is ne echt geile Stadt, war sehr positiv überrascht. Ich hatte eher das Bild von alten Schlachthöfen und Stahlindustrie im Kopf, aber das is völliger Blödsinn. Chicago is wahnsinnig sauber und modern, zumindest Downtown. Nach San Francisco, die schönste Stadt die ich gesehen hab und mit dem Sears Tower steht in Chicago der höchste Wolkenkratzer in den USA. Ich halt mich kurz, deshalb pictures:

Chicago

(American) Football + Tailgating

Sorry Leute, hab den blog hier so ziemlich gar nicht genutzt. Bin einfach zu faul zum schreiben und hab einfach wahnsinnig viel zu tun. Und am Wochenende wird gefeiert, da komm ich auch net zum Schreiben ;) Werd mich deshalb hier eher auf Bilder beschränken und wenig Text dazu, denk Bilder sind eh interessanter.

Erst mal ein paar Bilder, die ich schon vor ner halben Ewigkeit hochgeladen, aber noch nicht hier verlinkt hab. Als erstes gibts ein paar Bilder von unseren College football Spielen. Vorab, football ist hier in USA ein mega event, immer wenn am Wochenende Heimspiel ist, ist die ganze Stadt auf den Beinen, jeder egal ob jung oder alt hat ein rotes Wisconsin shirt an. Die Atmosphäre ist einfach gigantisch, sowas hab ich noch nie erlebt. In den Häusern rund ums Stadium ist überall fette party angesagt, die Leute stehen in den backyards und spielen Beer-Pong, Flip Cup oder Bean Bags, alles sehr interessante Saufspiele ;) Und wenn das Spiel morgens um 11 ist, na dann fängt man halt um 8 Uhr morgens an mit vorglühen, auch egal...WAHNSINN!!! Diese ganze Party drumherum nennt sich übrigens Tailgating. Was gibts noch zu sagen, mittlerweile ist die football saison vorbei und wir haben uns recht gut geschlagen. Wir haben ein sehr cooles Stadion namens Camp Randall und es passen 80000 Leute rein, einfach Hammer!! Stimmung ist super, coole show von der Marching Band, muss man einfach gesehen haben. Ok genug geschwafelt, hier sind die Bilder:

Football and around the stadium

und hier ein paar Bilder vom Tailgating, der interessantere part von football meiner Meinung nach ;)

Pre and after game parties

Samstag, 13. Oktober 2007

Madison: Das Beste von kurz nach Ankunft bis jetze! (part 2)

Madison, Uni und College of Engineering:
Dazu muss ich wohl nicht wirklich viel erklären, einfach ein paar Bilder von Madison oder auch manchmal liebevoll Madtown genannt! Ihr seht das Kapitol und Bilder vom Madison Iron Man. Den Iron Man contest hat übrigens ein Deutscher gewonnen, YEAH!!

Madison

Im nächsten Album seht ihr Bilder vom Kohl Center, da finden die College Basketball und Ice Hockey Spiele statt, das Ufer des Lake Mendota und die Memorial Terrace, ein saugeiler Platz zum Abhängen im Sommer. Man hat nen schönen Blick auf den See, es spielen Live bands und man zischt gemütlich ein paar Bier, echt cool! Dann seht ihr noch ein Gebäude namens Red Gym und andere Uni-Einrichtungen.

University and campus

Und last but not least ein paar Bilder von den Orten wo ich mich unter der Woche wohl am meisten aufhalte, dem College of Engineering. Zu sehen ist die Engineering Hall, da hab ich 3 von 4 Vorlesungen, das Mechanical Engineering Building, da hab ich 1 Vorlesung und dem Engineering Centers Building, da fand z.B. unsere Job Messe statt! Dann seht ihr noch die Union South, da gibts Essen und Freizeit-Einrichtungen wie Bowling Bahn, Billard, Tischtennis etc. und die Bücherei des College of Engineering, die Wendt Library.

Engineering

Falls es jemanden interessiert, hier ist ein link wo ihr ne Karte vom kompletten Uni campus sehen könnt, is einfach ne ganz andere Dimension als z.B. Erlangen!

Freitag, 12. Oktober 2007

Madison: Das Beste von kurz nach Ankunft bis jetze!

Ich weiß nicht so recht wie ich anfangen soll und überhaupt wie ich diesen Teil gliedern soll. Werds wohl eher nicht chronologisch, sondern nach Themen geordnet versuchen. Auf jeden Fall werd ich mich anhand der Bilder, die ich verlinkt hab, an den vergangenen Geschehnissen entlanghangeln. Bin jetzt die 7. Woche hier in Madison, davon 1 Woche Einführung und mittlerweile schon 6(!!) Wochen Unterricht, dabei hat das Semester an der Uni in Deutschland noch gar net angefangen. Die Zeit vergeht einfach viel zu schnell und ich hab noch nicht mal gescheit von hier berichtet. Aber das werd ich jetzt hiermit nachholen (zumindest versuch ichs)!


Ankunft, Zimmer, roommates:
Da fang ich doch mal am besten am Anfang an. Bin an einem Sonntag Ende August in Madison angekommen und hab erst mal meine roommates hier kennengelernt. Der eine kommt aus Chile und heißt Daniel, der andere kommt aus Frankreich und heißt Carl. Hab echt voll Glück gehabt, die beiden sind echt voll cool drauf und wir sind so ziemlich auf einer Wellenlänge was Ordnung, Party usw im Apartment anbelangt. Daniel is außerdem ein hervorragender Koch wovon ich natürlich sehr profitiere und wofür ich von so einigen hier im Saxony (so heißt unser Apartment-Komplex) beneidet werde! Zum Saxony lässt sich sagen, dass hier sehr viele exchange students leben. Würd mal schätzen, dass weit mehr als die Hälfte aller exchange students hier im Saxony lebt. Das Saxony is zwar schon sehr alt und abgewohnt, hat aber den Vorteil, dass man hier sehr gut in Kontakt bleibt mit den andern internationals, immer was los is und was natürlich auch sehr wichtig is, wir wohnen quasi um die Ecke von der Kneipenstraße hier in Madison namens State Street!! Deshalb, alles in allem eine durchaus gute Wahl hier zu wohnen! Hier könnt ihr euch anschauen wie mein Zimmer und unser Apartment so aussieht:

My room

Keine Beschwerden über die Socken, es war grad Waschtag und ich hab kein besseren Platz zum Trocknen gefunden!! Bayern- und Deutschland-Flagge an den Wänden dürfen natürlich nicht fehlen, ansonsten hab ich mein Zimmer noch mit Postern und Fotos gepimpt und mich etwas heimischer zu fühlen! Das sind übrigens meine roommates:


Links Daniel, Mitte Carl, naja und den Spinner rechts im Bild kennt ihr ja ;) Jeder von uns hat sein eigenes Zimmer (und ich hab des größte, ha) und wir teilen uns Bad und Küche, wie die meisten hier im Saxony!


Orientation week, people and random activities:
Bevor die Uni hier so richtig angefangen hatte, haben wir hier erstmal ne Einführungswoche gehabt. Haben natürlich am Anfang nen Haufen Papierkram und Uni-Formalitäten erledigen müssen, aber es wurden auch einige Aktivitäten wie Pizza & Bowling oder andere Ausflüge für uns geplant, was zum Kennenlernen echt sehr gut war. Zur Zusammensetzung der Austauschstudenten hier lässt sich sagen, dass die Gruppe aus Europa mit Abstand am größten is. Ich glaub die Italiener sind die größte Gruppe mit ca. 15, dann Franzosen und Deutsche (1 Österreicher eingeschlossen) so jeweils um die 10. Dann die verrückten Dänen und Schweden auch um die 10. Dann gibts natürlich noch vereinzelt Australier, Briten, alle möglichen Südamerikaner (Chile, Venezuela etc.) und andere Exoten! Insgesamt waren wir schätzungsweise über 100 Austauschstudenten bei der Einführung! Im Nachhinein betrachtet war das schon ne sehr geile Woche, haben uns die Zeit mit Poker und Fußball vertrieben und sind jeden Abend ordentlich weggegangen, aber dazu später mehr! Ein Highlight war unser Fußballspiel Italien gegen den Rest der Welt. Wie ihr euch ja denken könnt, hatten wir Deutsche und die Franzosen ja noch ne Rechung offen mit den Itakern und wir haben sie mal gnadenlos mit 4:2 weggeballert (hab auch 2 Tore geschossen *prahl*)!! Das war schon ein sehr befriedigendes Gefühl. Leider is es bisher noch zu keinem rematch gekommen. Hier mal ein Bild von unserem Team:


Unser Team von links oben: Peter und Marc (Dänemark), Stefan (Österreich), Stephane (Frankreich), kA, nicht mehr gesehn seither (Brasilien)
Unten: Pim (Niederlande), Mario (Deutschland), Leo (Frankreich) und ich (Bayern^^, allerdings mit Dänemark-Nationaltrikot, weil ich n weißes Shirt anhatte und die Italiener in weiß gespielt haben)

Ansonsten seht ihr auf den folgenden Bildern noch ein paar Leute mit denen ich so rumhäng, ein paar pics vom Einkaufen mit 2 Ami-Mädels und unserem vollen Kühlschrank nachher.

People and activities

Gutes Stichwort übrigens, muss etz aufhören, weil wir gleich zum grocery fahren ... tbc ...

Montag, 24. September 2007

California Roadtrip cont.

weiter geht's!

Death Valley und Devil's Postpile, Tag 7:
Die Strecke von Las Vegas nach San Francisco is ziemlich lang und nicht besonders gut ausgebaut, dafür gibt es aber jede Menge zu sehen auf dem Weg. Haben unsere Route deshalb mitten durchs Death Valley gelegt, das ist eine Wüstengegend in Californien und der Ort mit der heißesten jemals gemessenen Temperatur in den USA sowie der am tiefsten gelegene Ort in ganz Amerika (85 Meter unter dem Meeresspiegel) ...


... Der Ort wird auch Badwater genannt, weil das bisschen Wasser, das es hier gibt einen dermaßen hohen Salzgehalt hat, dass es absolut ungenießbar ist. Sind dann noch fleißig durch die Wüste gekurvt, durch Schluchten gewandert und im Sand rumgestapft. Ist schon beeindruckend wie vielfältig die Natur in Kalifornien ist, denn kaum 2-3 Autostunden entfernt, zeigt sich die Natur von einer ganz anderen Seite. Über zahlreiche Pässe aus dem Death Valley wieder raus Richtung Hochgebirge, der Sierra Nevada, ist auf einmal wieder alles grün. Unser zweiter Zwischenstopp war kurz vor dem Yosemite National Park, bei Devil's Postpile. Das ist eine Art Mini-National Park in der Nähe eines Skigebietes, der für seine sechseckigen Steinsäulen bekannt ...


da es schon spät war, haben wir beschlossen erst am nächsten morgen in den Yosemite zu fahren. Hier noch ein paar Bilder...

California Roadtrip - Death Valley, day 7


Yosemite National Park, Tag 8:
Also ich hab mir so nen National Park ja immer ganz anders vorgestellt, dachte immer des is halt mehr oder weniger irgendwie ein überschaubares Fleckchen Grün für das man Eintritt bezahlen muss. Hab die Dimensionen aber total unterschätzt, war aber klar sind ja schließlich in Amerika. Um den Yosemite einmal zu durchqueren braucht man schon mal locker 3 Stunden, sind halt lauter Passstraßen, die irsinnig viel Spaß machen zu fahren, trotz Automatik ;) Und wenn man im Park ein paar Touren machen will, dann sollte man auch seeehr viel Zeit einplanen, weil die meisten Aussichtspunkte mit einem Fußmarsch zwischen 2 und 12 Meilen vom jeweiligen Parkplatz/Bus-shuttle aus verbunden sind. So viel Zeit hatten wir nicht, deshalb haben wir ein Schnellprogramm gemacht. Was sich aber auf jeden Fall gelohnt hat, war der Glacier Point, des ist ein Aussichtspunkt im Yosemite. Man muss zwar wieder nen 45 Minuten Pass irgendwo hochfahren, aber seht selbst ...


... man hat einfach nen Wahnsinns-Ausblick aufs Yosemite-Valley! Haben noch mehr oder weniger den ganzen Nachmittag im Yosemite verbracht um dann am Abend wieder in die Zivilisation nach San Francisco zurückzukehren!

California Roadtrip - Yosemite, day 8


San Francisco, Tag 9:
San Francisco ist echt ne tolle Stadt, hat mir wesentlich besser gefallen als LA, ist auch viel besser zu Fuß oder mit Cable Car oder Bus zu meistern, was in LA ja mal gar nicht geht. Ohne Auto, no chance!! SF hat nen ganz besonderen Charme, ist mitten auf ein paar Hügel gebaut und liegt direkt in einer Bucht am Pazifik. Das hat allerdings den Nachteil, das es am Abend schlagartig, so ab 6 sehr kalt wird, da geht dann nix mehr mit T-shirt und kurzer Hose, wie in LA, da kannst den ganzen Tag und die ganze Nacht in Shorts rumrennen. Und es war auch meistens sehr windig, naja ne Bucht halt. Die Golden Gate Bridge hing auch meistens zumindest teilweise im Nebel, weswegen wir da nicht wirklich ein tolles Foto haben. Was gibt es in SF zu sehen!? Erst mal, unsere Jugendherberge war echt gut gelegen, paar blocks vom Union Square entfernt und von da aus kann man eigentlich alles bequem erreichen. Haben uns natürlich Downtown angeschaut, wo eigentlich wie in jeder Großstadt die hohen Skyscraper der Banken rumstehn. Sind an der Uferpromenade spazieren gegangen. Und was man natürlich auf jeden Fall machen muss ist Cable Car fahren. Haben nen super Platz erwischt, nen Stehplatz an der Seite ganz vorne, also man hängt quasi so an der Seite von dem Ding dran, echt lustig. Hat mich irgendwie an Schlepper beim Skifahren erinnert, wenns dann die fetten Hügel hoch geht, aber echt cool!


Mit dem Cable Car angekommen, sind wir dann am Pier der Fisherman's Wharf entlangspaziert, haben uns die ehemalige Gefängnisinsel Alcatraz vom Ufer aus angeschaut und sind auf dem Rückweg nach Hause durch Chinatown spaziert.

California Roadtrip - San Francisco, day 9


San Francisco, Tag 10:
Haben an diesem Tag erst mal ordentlich ausgeschlafen, weil wir am Vortag a weng mit den andern hostel-Gästen gefeiert ham. War echt lustig, v.a. die Italiener, der Lieblingssatz von denen - "it's no possible" und dazu noch natürlich die typische Handbewegung ;) Sind ein bisschen durch die Gegend gezogen, durch schöne Wohnviertel, Parks bis zur Golden Gate Bridge und dem Golden Gate Park, und zur berühmten Lombard Street, eine Straße mit einem Gefälle von 27%, die deshalb damals durch 8 Kehren entschärft wurde. Ich glaub die zulässige Geschwindigkeit war 5mph als wir sie heruntergefahren sind.


California Roadtrip - San Francisco, day 10


Highway No.1, Tag 11:
Tag 11 war mehr oder weniger ein Transfertag von San Francisco die Küste entlang auf dem wunderschönen Highway No. 1 zurück nach LA. Am Morgen war es erstmal sehr kalt und trüb aber das ist das typische Wetter in der Bay-Area an der Küste rund um San Francisco, aber je weiter nach Süden wir kamen desto besser wurde das Wetter und der sunshine state hat sich mal wieder von seiner besten Seite gezeigt! Die Fahrt auf dem Highway No. 1 ist einfach ein Traum. Die Straße geht fast ausschließlich an der Pazifikküste entlang und man kann auf zahlreichen Zwischenstopps und Aussichtspunkten die Gegend genießen.


Haben Spaziergänge in die angrenzenden Wälder gemacht, uns Wasserfälle angeschaut oder einfach nur den Ausblick genossen und natürlich nicht zu vergessen, während der Fahrt: Mad Caddies - Ridin' for a fall auf Anschlag gedreht und mitgesungen. Das war vielleicht geil, ich liebe Kalifornien! An dieser Stelle sollte auch mal unser treuer Weggefährte erwähnt werden, der uns nie im Stich gelassen und uns sicher über die steilsten Pässe im Yosemite und durch den heißen Asphalt im Death Valley gebracht hat, danke VW Golf ...


Weiter Richtung Süden mehren sich dann die Strände an der Küste. Überall surfen die Leute und hängen ab, einfach traumhaft! Dann wurde es langsam dunkel und es war an der Zeit eine Übernachtungsmöglichkeit zu suchen, um den Rest der Strecke am nächsten Tag in Angriff zu nehmen. Dachten uns Santa Barbara wär doch ganz nett, naja war aber leider das letzte Ferienwochenende für die amerikanischen kids und deshalb war alles ausgebucht und wenn was frei war, dann sauteuer. Deshalb konnten wir uns Santa Barbara leider nicht anschauen und sind stattdessen in den nächsten Ort gefahren und haben in einem Motel übernachtet.

California Roadtrip - Highway No. 1, day 11


Los Angeles, Tag 12:
Auf unserem restlichen Weg nach LA sind wir noch in Malibu am berühmten Malibu Beach angehalten. Naja, das war vielleicht mal ein Reinfall. Der Beach is überhaupt nix besonderes und am Highway No. 1 gabs viel schönere Strände. Aber in Malibu sind ja die Promis, die kriegt man aber eh nicht zu Gesicht, weil die ihren eigenen abgesperrten Privatstrand haben. In LA ham wir uns dann erstmal ausgeruht und sind an den Venice Beach gefahren, waren beide total müde von den anstrengenden Tagen zuvor und wollten einfach nur chillen. Venice Beach ist eigtl ein cooler Platz, an diesem Tag war gerade ein Streetball-Spiel am Strand mit Musik und Cheerleader, war echt ganz nett. Dann gings wieder zurück in die Jugendherberge und es hieß langsam aber sicher Abschied nehmen von California, schluchz, denn am nächsten Tag um 6 in der früh startete schon wieder mein Flieger zurück nach Madison, wo ich vor ca. 2 Wochen nach CA aufgebrochen bin und es erwartete mich ein ganz anderes, aber mindestens ganauso so aufregendes und tolles Kapitel meines USA-Aufenthalts ...


Mittwoch, 19. September 2007

California Roadtrip

So, das hier wird mein aller aller erster blog-Eintrag überhaupt in meinem Leben. Und ich starte am besten da, wo meine Reise vor 1 Monat und 6 Tagen begonnen hat. Es ist schon etas her, aber ich hoffe ich kriegs trotzdem hin ...

Mein Flug ging von München über Amsterdam, über Chicago erst mal nach Madison. Dort habe ich dann mein Zimmer bezogen und durfte mich nach ca. 24 Stunden auf den Beinen endlich in mein wohlverdientes Bett legen. Am nächsten Morgen gings dann aber gleich direkt weiter über St. Louis nach Los Angeles wo ich die nächsten 12 Tage zusammen mit Nora und einem VW Golf, den wir uns ausgeliehen hatten, verbracht habe.

Angekommen im sonnigen Kalifornien, hatte ich nicht viel Zeit um mich von den Reisestrapazen der vergangenen Tage zu erholen. Denn wir hatten viel vor und haben das auch durchgezogen. Unsere Route lautete: Los Angeles - Las Vegas - Death Valley - Yosemite - San Francisco - Los Angeles; ca. 1500 Meilen in 12 Tagen!! Aber es hat sich allemal gelohnt!


Los Angeles, Tag 1:
Unsere Jugendherberge befand sich in Venice in der Nähe des Venice Beach welcher an den St. Monica Beach angrenzt. Das war übrigens auch der Strand wo Baywatch gedreht wurde ...


... am Anfang gings erstmal ab an den Beach um kräftig Sonne zu tanken und für den nächsten Tag und somit den Start unserer tour fit zu sein.


Los Angeles, Tag 2:
Am nächsten Tag sind wir dann mit unserm coolen 5er Golf durch die City gedüst. Naja, düsen ist vielleicht der falsche Ausdruck, denn in LA ist immer Stau und LA ist so riesig, das man von A nach B schon mal locker ne Stunde braucht. Haben uns zuerst die teuerste Einkaufsstraße der Welt, den Rodeo Drive angeschaut. Naja, überall halt Gucci- und Armani- und wie sie nicht alle heißen -Läden. Anschließend sind wir dann weiter Richtung Hollywood gefahren, haben uns den Walk of Fame, das Kodak Theater und das Chinese Theater angeschaut und natürlich den HOLLYWOOD Schriftzug auf den St. Monica Mountains bestaunt.


Weiter gings schließlich in die Promi-Viertel Beverly Hills und Bel Air, ham aber keine celebs getroffen. Die haben sich alle hinter ihren riesigen Toren und Mauern verschanzt. Danach sind wir nach downtown Los Angeles gefahren. Dort habe ich zum ersten mal in meinem Leben Skyscraper gesehen, auch wenn die im Vergleich zu New York oder Chicago wahrscheinlich lächerlich sind, ich fands ziemlich beeindruckend! Haben den Tag dann im mexikanischen Viertel nahe Downtown ausklingen lassen und uns wieder auf den Heimweg gemacht!

California Roadtrip - Los Angeles, day 2


Los Angeles, Tag 3:
Als erstes stand am morgen ein Besuch in Long Beach auf dem Plan. Long Beach liegt südlich von LA und ist im Gegensatz zu LA sehr viel gepflegter und schöner, so wie ich mir Amerika vorher eigentlich immer vorgestellt hatte! Naja, ich wurde eines Besseren belehrt, denn LA ist ziemlich dreckig und überhaupt die Straßen, die Autos, einfach alles ist soo ... anders als in Deutschland. Es gibt z.B. auch kein rechts vor links an Straßenkreuzungen, die Regel ist, wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Und noch viele weitere Unterschiede an die man sich erst mal gewöhnen muss, wie z.B. die Größenverhältnisse was Shopping Malls, Lebensmittel oder Autos anbelangt oder die schrecklichen Maßeinheiten wie ounce, gallon, pound, inch, foot und weiß der teufel was oder die miserablen öffentlichen Verkehrsmittel. Aber was einem sofort positiv auffällt sind die freundlichen Leute. Man steht kaum ne halbe Minute da und schaut blöd in den Stadtplan, schon wird man gefragt ob man Hilfe braucht. Generell sind die Menschen viel offener und zum Plaudern aufgelegt als in Deutschland. Man gewöhnt sich sehr schnell an Land und Leute und dann is es einfach nur noch genial. Sorry, fürs Abschweifen, weiter gehts. Long Beach ist ganz anders als LA. Obwohl der Beach im Namen steckt, gibt es allerdings keinen Beach, dafür aber einen schönen Yachthafen. Von Long Beach aus ging es dann weiter ins Ghetty Museum.


Auch wenn ich mit Kunst nicht allzuviel anfangen kann, lohnt sich ein Besuch aber auf jeden Fall. Allein schon der Ausblick und die Architektur des Museums sind es allemal wert! Am Abend gings dann nach St. Monica zum Schlendern über die Promenade und an den Strand zum relaxen.

California Roadtrip - Los Angeles, day 3


Las Vegas, Tag 4:
Es hieß früh aufstehen um auf ca. 300 Meilen mitten durch die Wüste ins Spielerparadies nach Las Vegas zu fahren. Und das ganze bei einem Speedlimit von maximal 65 mph auf den Highways, das dauert schon ne Weile. Die Nora ist den ganzen Weg gefahren, weil ich total krank geworden bin von den ganzen Klimaanlagen in den Restaurants, Geschäften, einfach überall und in jedem Getränk is mehr Eis als Flüssigkeit. Egal, Vegas wir kommen! Über 2 kleine Zwischenstops, einen in der Geisterstadt Calico ...


...und einen in einem riesigen outlet an der Grenze zu Nevada, sind wir dann schließlich in Vegas angekommen. Und Vegas ist halt einfach ganz anders, als alles was ich zuvor gesehen hab. Die Casinos sind teilweise so groß, dass man sich darin verlaufen kann. Überall Neonlichter, aufwendige Nachbauten von New York, Paris, Venedig, Rom, schaut einfach geil aus. Da es schon spät war und wir müde waren von der Autofahrt sind wir nur etwas über den strip geschlendert und haben schön und billig gegessen!

California Roadtrip - Las Vegas, day 4


Las Vegas, Tag 5:
An Tag 5 sind wir als erstes auf den Stratosphere Tower "geklettert". Von da aus hat man echt nen super Ausblick auf Las Vegas und wie sehr es doch einfach mitten in der Wüste liegt. Für die Wagemutigen gibts auch ein paar Fahrattraktionen auf dem Dach, wie z.B. einen Big-Shot-Tower. Auf diesen Nervenkitzel haben wir allerdings verzichtet. Das obligatorische Posing am Stadteingangsschild durfte natürlich auch nicht fehlen. Danach haben wir nach und nach die großen Casinos abgeklappert und sind im New York, New York ne Achterbahn gefahren, die auch ein Stück durchs Casino geht. Las Vegas lässt sich einfach besser durch Bilder als durch Worte beschreiben, deshalb hier ein paar Bilder!

California Roadtrip - Las Vegas, day 5


Las Vegas, Tag 6:
Die eine Hälfte des strips haben wir am Vortag abgeklappert, an Tag 6 folgte die zweite Hälfte! Las Vegas bei Tag und bei Nacht ist wie in 2 anderen Welten, die Stadt ist einfach nicht wiederzuerkennen. Wir haben an diesem Tag auch mal Downtoen Las Vegas besucht, was bei weitem nicht so pompös und gigantisch wie der strip ist, aber doch einen Besuch wert, v.a. der allseits bekannte Cowboy, den muss man halt einfach gesehen haben! Ansonsten beschränke ich mich wieder auf ein paar Bilder, sind einfach aussagekräftiger!


to be continued ...

California Roadtrip - Las Vegas, day 6